Auf den Hund gekommen

Auf was für Ideen manche Leute kommen. Selbst arrivierte Autoren. Da ist zum Beispiel Eva Klingler, deren Krimis in renommierten Verlagen erschienen. In zehn Jahren brachte sie es auf 13 Veröffentlichungen, bei Goldmann, Econ und Ullstein. Ihr Goethe-Krimi “Warte nur, balde ruhest Du auch” wurde sogar von der Frankfurter Rundschau abgedruckt. Jetzt reibt sich der Leser verwundert die Augen, wenn er von einem neuen Hundebiographieservice liest und feststellt, dass sich dahinter eben jene Eva Klingler verbirgt. Wegen Geld macht sie es sicher nicht (obwohl die meisten Krimiautoren nicht zu den Großverdienern im Literaturbetrieb zählen), denn für 30 Seiten Hundeleben berechnet sie gerade einmal 150 Euro. Was treibt sie dann an? Die Liebe zum Hund? Wie man auf ihrer Website erfährt, lebt sie mit zwei Katzen zusammen. Von Hunden ist da keine Rede. Ist das alles vielleicht nur ein PR-Gag? Chapeau, der ist gelungen! Schließlich bin auch ich auf ihn hereingefallen.

Ein Kommentar zu “Auf den Hund gekommen”

  1. Ronald Decker
    September 27th, 2006 13:05
    1

    Vermutlich hat sie das mit der Bell-etristik einfach falsch verstanden…

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