Zweierlei Leben . . .

. . . so lautet der Titel der Biografie, die mich nun in gedruckter Form als Buch erreichte. Aufgeschrieben habe ich darin die (Familien-)Geschichte eines Zwillingspärchens Jahrgang 1913. Der Vater Landrat, später von den Nazis abgesetzt, der Onkel erster Ministerpräsident Württembergs. Zwei Brüder bleiben in Russland, nach dem Krieg bauen die Zwillinge ihre Existenz allmählich auf, da sind sie auch schon weit über 30. Keine leichte Sache, zumal mit Familie. Was das Buch in meinen Augen besonders auszeichnet, ist aber der Anhang. Die älteste Schwester hatte Aufzeichnungen über die Familiengeschichte zwischen 1908 und den frühen 20er-Jahren hinterlassen - und das ist nun wirklich eine “verlorene Welt”, an der man lesend teilhaben kann. Ein weiteres Familienmitglied hat das Kriegsende in Tübingen und die folgenden Monate in zahlreichen Briefen festgehalten. Dieses Buch ist tatsächlich ein “Familienband” - die ganze Familie in einem Buchband.

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