Geständnis auf dem Sterbebett

Manche Menschen schweigen ihr Leben lang und erst auf dem Totenbett kontrontieren sie ihre Nächsten mit der Vergangenheit. So geht es auch einem Kanadier, der sich jetzt Hilfe suchend an ein Forum wandte. Er schrieb sinngemäß: Mein Großvater starb kürzlich an Krebs. In seinen letzten Lebenstagen schockierte er unsere Familie mit einem Geständnis: Er sei in der SS gewesen und habe den “Endkampf” in Berlin in letzter Minute verlassen können. Der Verstorbene war damals erst 19, er sei aber nach eigenen Angaben öfters im Führerbunker gewesen und habe dessen Hauptmieter getroffen/gesehen.
Dem Enkel ist auch nie die Tätowierung seines Großvaters aufgefallen (sie hätte ihm auch nichts gesagt). Dieser trug immer langärmlige Hemden um sein Geheimnis zu wahren. Warum auch immer der Mann sich sein ganzes Leben lang weigerte, von seiner Vergangenheit zu schweigen - ich glaube nicht, dass er damit glücklich war. Auch seine Angehörigen wären wohl froh, hätte er zu Lebzeiten ausführlich und in Ruhe seine Erinnerungen weitergegeben. Ich konnte dem Enkel wenigstens den Tipp mit der WAST geben, dort dürfte er einige Informationen über den formellen militärischen Werdegang seines Großvaters finden.

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