Hotel-Biografie, Teil 3

Die Tante aus Kanada war gar nicht betagt, wie ich irrtümlich angenommen hatte, sondern erwies sich als überaus lebhafte und fröhliche Mittsechzigerin. Wer Anfang der 60er-Jahre als schwangere junge Frau mit der Ente von Paris nach Kampala in Uganda fährt, hätte eigentlich eine eigene Biografie verdient, aber nun gut. Es ging ja um ihre Erinnerungen an die Zeit nach dem Krieg und in den 50er-Jahren. Die sie recht gut parat hatte. Auch ihre Nichte, in meinem Alter, konnte mir bei der Geschichte weiterhelfen, ebenso wie die aktuelle Hotelliergeneration. Sie leiten das Hotel in der nunmehr fünften Generation, die alle in der Biografie berücksichtigt werden sollen - vor allem die Frauen, denn meist haben sie ja die Arbeit und die Verantwortung. Neben diesen Familiengeschichten bietet das Buch aber auch die Chance, das Funktionieren eines Hotels anschaulich zu erklären. Mit diesen beiden Aspekten dokumentiert die Hotelbiografie nicht nur das “Herkommen” sondern auch ein Handbuch für die Zukunft. Wer dereinst mal dieses Hotel leiten wird, soll wissen, wie es gewesen ist - und wie man es richtig macht.

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