Muss man dabei gewesen sein?

Eine Frage, die grad wieder in den Feuilletons grassiert - und die dazu noch wichtig ist. Die zwei Standpunkte hier und hier. Da ist zum einen Rolf Hochhuth, der die Generation der 40-Jährigen als Teil der “Nation der Denunzianten” beschimpft. Sie würden alle Jahre wieder eine Treibjagd - diesmal auf Walser, Lenz & Co. - veranstalten, ohne sich in die damaligen Zeitumstände hineinzuversetzen. Auf der anderen Seite die Replik, dass die Generation 40+ die erste ist, die sich mit den Erzählungen der Kriegs(kinder)generation auseinandersetzt. WIR sind die zuhörende Generation. Denn, Zitat Ina Hartwig in der FR: “Es ist fast schon ein bundesrepublikanischer Mythos, dass die Achtundsechziger ihre Väter und Mütter mit den Verbrechen der Nazis (also den teilweise eigenen) konfrontiert hätten.” Wir sind ja eher die Enkelgeneration, da ist die Lage einfach immer entspannter.

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