Autobiografie und Lyrik

Passt das zusammen? Ich meine nein, außer man bemüßigt sich einer relaxten und kontemplativen Sichtweise. Da kann es funktionieren. Natürlich spricht nichts dagegen, Gedicht(auszüge) als Motto für Kapitel zu nehmen. Meinetwegen. Warum ich diesen Beitrag aber schreibe: Ich habe in den letzten Monaten schon mehrere Anfragen bekommen, ob ich nicht ein Praktikum oder Mitarbeit böte. Tu ich derzeit nicht. Auffällig ist aber, dass die Interessenten stets darauf verweisen, Lyrik geschrieben zu haben. Ohne offenkundig - und wenig verwunderlich in meinen Augen - damit auf die schwarze Seite des Kontos zu kommen. Nun wollen sie´s also mit dem Schreiben von Autobiografien versuchen. Ich weiß nicht, wer sich zum Schreiben “berufen” fühlt, sollte nicht andere zum Ziel seiner Experimente machen. Das zeugt von wenig Respekt. Nicht der Biograf steht im Mittelpunkt, sondern der Erzähler. Will ein andrer Mensch erzählen, sollst ihn nicht mit Versen quälen…

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