Rüdiger Nehbergs Autobiografie

Hielt neulich einmal Rüder Nehbergs Autobiografie in Händen. Bei allem Respekt, warum hat er keinen Biografen/Ghostwriter zur Hilde genommen? Und warum hat der Verlag sich nicht getraut, Nehberg wenigstens zu lektorieren? Nehberg hat sich entschieden, sein Leben in einem flappsigen Ton wiederzugeben, der umgangssprachlich beim Bier nach dem Feierabendsport durchaus passend wäre. Oder ist das ein Survivaltraining für Liebhaber der deutschen Sprache? Mich jedenfalls hat der Sprachstil vom Kauf abgehalten. Und sooo elitär will ich mich gar nicht einschätzen - wie mir gestern wieder auf einer Lesung einer Tübinger Künstlergruppe klar wurde. Denn das andere Ende der Fahnenstange ist das öffentliche Preisgeben von Texten, die zwar stilistisch ganz nett sein mögen, aber über keinerlei Pointe und Aussage verfügen. Man sollte schon was zum Erzählen haben…

Kommentar abgeben:

Sie müssen angemeldet sein um Kommentare abgeben zu können.