Gedenktag in Würzburg

Habe erst vor wenigen Tagen die Passage in einem Manuskript erfasst, wie ein Achtjähriger auf Kinderlandverschickung die Bombardierung Würzburgs erlebt hat: “Wir standen auf einem Berg und sahen der Zerstörung der Stadt zu. Zuerst warfen die alliierten Bomber Leuchtbäume ab, um die Stadt für die nachfolgenden Flugzeuge auszuleuchten. Dann schmissen sie die Stadt kurz und klein. Zwei Tage später kamen die Überlebenden aus Würzburg zu uns aufs Dorf, sie sahen schlimm aus. Würzburg war total zerstört.”
Als ich diese Passage bearbeitete, war mir gar nicht recht bewusst, dass der Jahrestag des Angriffs unmittelbar bevorstand. Heute vor 62 Jahren, am 16. März 1945, griffen 500 Bomber an. Es begann um 21.25 Uhr, um 21.42 Uhr erfolgte die letzte Angriffswelle. Dabei wurden 256 Sprengbomben und 300.000 Stab-Brandbomben abgeworfen. 5000 Menschen kamen um. Keine drei Wochen später rückten amerikanische Truppen ein. 90 Prozent der Innenstadt waren zerstört, es dauerte bis zum Jahre 1964, den Trümmerschutt abzuräumen.

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