“Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir”…

…so beginnt die erste Autobiographie der Literaturgeschichte. Ihr Titel ist “Confessiones” und sie entstand um das Jahr 400. Geschrieben hat sie Augustinus von Hippo, (* 13. November 354 in Thagaste in Numidien; † 28. August 430 in Hippo Regius im heutigen Algerien). Er war Kirchenlehrer, Theologe und Philosoph. Auch heute noch wird er als Heiliger verehrt, sein Gedenktag in der Katholischen und Anglikanischen Kirche ist der 28. August.

Die Confessiones beschreiben in einer Art Selbstbetrachtung Phasen der eigenen geistigen Entwicklung Augustins. Sie sind in 13 Bücher aufgeteilt. Die Bücher 1 bis 9 enthalten rückblickende Betrachtungen bis zum Jahr 387. Geschichtliche und politische Ereignisse jener Tage blendet Augustinus aus und legt den Schwerpunkt auf die Entwicklung seines Denkens, Suchens und Fragens. Im 10. Buch findet sich eine Schilderung seines Gemütszustandes zur Zeit der Abfassung, seine persönliche Schilderung seines “Sünderseins”. In Form eines Selbstgespräches enthält das 11. Buch philosophische Betrachtungen über die Zeit. Im Buch 12 bis 13 gibt Augustinus in Kommentierungen der biblischen Schöpfungsgeschichte sein Lobpreis auf die “Herrlichkeit Gottes” wieder.
13 Bände zu schreiben finde ich ganz ordentlich, auch wenn es damals noch keine Bücher im eigentlichen Sinne gab.
Vom Stoff seiner Confessiones her gesehen, war Augustinus aber eher ein “Holy-Ghost-Writer”.

Kommentar abgeben:

Sie müssen angemeldet sein um Kommentare abgeben zu können.