Dieser Preis ist sch . . .

Transparenz dem Kunden gegenüber ist sehr wichtig. Wer einen Biografen beauftragt, hat das Recht zu wissen, wie die Vorgehensweise ist und wieviel das Buch kosten wird. Ein sehr kurioses Beispiel, wie man es nicht machen sollte, stammt aus Österreich.
Gehen wir mal bei der Kollegin vom Beispiel einer Biografie mit 152 Seiten aus (warum nicht 151 oder 153?). Hat der Kunde bereits seine Biografie selber geschrieben - und zwar mit MS-Word, dann kostet ihn 30 Exemplare (warum gerade 30?) inklusive “Systemmanipulation, Korrektorat, druckfertiges Layout, Druck, Auslieferung” 1462,90 Euro.
Hat der Kunde seine Biografie aber handschriftlich oder mit der Schreibmaschine verfasst, dann kostet ihn sein Buch plötzlich 2739 Euro. Hmm. Wenn ich nachrechne, sind das 1276 Euro und 10 Cent zusätzlich. Dafür aber wird das Manuskript transkribiert - und lektoriert.
Ich finde, man sollte Bücher IMMER lektorieren lassen. Und nicht nur, wenn sie handschriftlich verfasst sind.
Es gibt für die Kollegin aber auch noch einen dritten Fall: Sie muss nämlich als Biografin tätig werden, also nicht nur bereits erstellte autobiografische Texte bearbeiten und formatieren.
Ok, die Dame kommt zum Kunden, führt die Interviews usw. Das daraus enstandene Buch kostet dann 4.046,20 Euro. Ihre Dienste als Biografin sind damit 2583,30 Euro wert. Kleine Kuriosität am Rande: Diesmal ist wiederum kein Lektorat dabei, sondern nur ein Korrektorat (es werden also nur Rechtschreibfehler korrigiert, die Logik und Qualität des Textes wird nicht noch mal sorgfältig überprüft).
Mir tut es leid: ich verstehe eine derartige Preisgestaltung, noch dazu mit solch krummen Zahlen, überhaupt nicht.

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