Feldpost

Ein Lese- und Linktipp: Deutsche Soldaten schickten im 2. Weltkrieg zirka 30 bis 40 Millionen Feldpostbriefe an die Heimat. Das Museum für Kommunikation in Berlin betreibt eine Webseite, auf der digitalisierte Feldpostbriefe abrufbar sind. Darüber hinaus gibt es Tipps zum Aufbewahren der mittlerweile doch recht betagten Briefe - und die  Möglichkeit, Feldpostbriefe aus dem privaten Fundus vom Museum einscannen zu lassen, damit sie auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können. Ich hatte neulich auch einige Briefe in den Händen, seit 60 Jahren behütet als letzte Erinnerung an einen geliebten Menschen. Wir haben ausgewählte Passagen eingescannt und in die Biografie eingebaut. Für die Enkel, die kein Sütterlin mehr lesen können, haben wir die Texte “übersetzt”.
Ich fand es sehr berührend, einem jungen Mann, der nie älter als 22 Jahre wurde und der seit 60 Jahren tot ist, auf diese Weise noch einmal eine kleine Aufmerksamkeit zu widmen.

Kommentar abgeben:

Sie müssen angemeldet sein um Kommentare abgeben zu können.