Archiv für August, 2007

Trauerkanal

Montag, 06. August 2007

Wie das Bestatterweblog heute berichtet, steht EOS-TV ante portas. Der Trauerkanal könnte auch interessant für Biografen sein, denn geplante Programmpunkte sind u.a. Nachrufe. Dies dürfte für Kollegen interessant sein, die Filmbiografien machen – ein Buch dürfte wohl kaum verlesen werden… Der Kontext “Tod” ist immer schwierig, zumal “Biografie” ja im eigentlichen Sinne “Leben (be)schreiben” bedeutet. EOS-TV meint, “Zukunft braucht Herkunft”. Damit haben sie jedenfalls recht.

Bestatter und Biografen

Donnerstag, 02. August 2007

Bin letzte Woche auf das Bestatterweblog gestoßen und wir haben uns verlinkt. Das hat jetzt nicht nur mit dem natürlich vorhandenen Sinn für Makabres zu tun und mit dem Interesse an einem sonst ziemlich ignorierten Aspekt des, äh, Lebens. Nein, vor allem haben wir eines gemeinsam. Denn was bleibt von einem Menschen übrig, außer seinen sterblichen Überresten? Seine eigenen Erinnerungen, so er sie denn aufgeschrieben hat.

Verlage für Autobiografien

Mittwoch, 01. August 2007

Verstärkt drängen in den letzten Monaten Verlage auf den Biografiemarkt. Ich meine damit Zuschuss- und Pseudoverlage. Wir hatten das Thema ja schon öfters: Zuschussverlage suggerieren dem hoffnungsvollen Autor Ruhm und Glanz. Erkennbar sind sie daran, dass sie damit werben, stets Autoren zu suchen (was den “richtigen” Verlagen niemals einfallen würde, die haben jetzt schon genug Manuskripte auf dem Schreibtisch). Wer dann anbeisst, hat irgendwann einmal einen Stapel seiner Bücher im Keller liegen, die er nicht loskriegt und für die er viel Geld gezahlt hat. “Pseudoverlag” hört sich schlimmer an, sagt zunächst aber nur: “Schaut her, Leute, wir produzieren und verlegen euer Buch, das wohl eher im engeren Bekanntenkreis des Autoren vertrieben bzw. verschenkt wird.” Es ist sicherlich ein gutes Marketinginstrument, mit der Aufnahme in ein Verlagsprogramm zu werben. Nur muss man den Kunden klarmachen, dass sie damit nicht “reich und berühmt” werden. Was übrigens einen “richtigen” Verlag ausmacht: Er zahlt Honorare und trägt das unternehmerische Risiko beim Vertrieb, denn er will Geld mit dem Buch verdienen - und nicht am Autor. Um aber ehrlich zu sein: Die Autobiografie eines “ganz gewöhnlichen Menschen” kann sehr ungewöhnlich und spannend sein. Daher verdient sie es, aufgeschrieben und festgehalten zu werden, ohne auf die breite Öffentlichkeit zu schielen. Und das Aufschreiben und Produzieren eines Buches kostet nunmal Zeit und Aufwand, die ich und meine Kolleginnen und Kollegen in Rechnung stellen.