Archiv für Juni, 2007

Muss ja auch mal sein

Donnerstag, 28. Juni 2007

karte1.jpg

Exakt. Dies Eigenlob wurde mir allerdings zugesendet, so sei es mir verziehen. Denn nicht das blog hat (morgen) Geburtstag, sondern ich.

print0001.JPG

Danke!


KSK für Biografen

Dienstag, 26. Juni 2007

Und es geht doch.

Schwarzes Schaf ging vor Gericht

Dienstag, 26. Juni 2007

Wie man als hochbetagter Kunde ein Biografieunternehmen beauftragt, von diesem gnadenlos abkassiert wird und dann vor Gericht ein Urteil jenseits des gesunden Menschenverstandes geliefert bekommt, findet sich hier. Das will ich gar nicht groß kommentieren, solche Geschäftspraktiken sind eine Schande für unseren Berufsstand. Widerlich.

Biograf, nicht vorbestraft, sucht…

Freitag, 22. Juni 2007

…arme alte Menschen. Da isser wieder, der Kollege mit Autobiografie auf Krankenschein. Hab mir seine neue Homepage angeschaut. Hrhrhr, das mit dem Stundenlohn von 10 Euro muss übrigens nicht sein - als Dank für eine Spende bietet er manche Angebote sogar kostenlos an. Und wenn er dann mal Therapeut ist (quis custodiet custodes?), wird die Biografie unter Umständen als “Lebensberatung” mit Krankenkassen und Ämtern abgerechnet. Die werden sich freuen.
Was mich aber am meisten erheitert hat: Kollege rühmt sich mit einem polizeilichen Führungszeugnis ohne Eintragungen. Und einem Gesundheitszeugnis. Nichtraucher isser auch noch, hat aber nach eigenen Angaben Humor. Drum schreibt er auch solche Sachen über sich.

“Nenn es mein Leben”

Donnerstag, 21. Juni 2007

Eine bewegende, dennoch nüchtern geschilderte Autobiografie hat Noël Martin geschrieben. Martin, ein Engländer jamaikanischer Herkunft, wurde 1996 im ostdeutschen Mahlow von zwei rechtsextremen Idioten derart verletzt, dass er seither querschnittsgelähmt ist. Und nun, wie er öffentlich bekanntgegeben hat, am 23. Juli - seinem 48. Geburtstag - aus dem Leben scheiden will.

Die Wehrmacht - ein Ferrari?

Mittwoch, 20. Juni 2007

Nicht nur auf der Mikroebene biografischer Erinnerungen findet sich die Auseinandersetzung mit dem 3. Reich, auch bei den Theorien der Historiker sind immer wieder neue Ansätze erkennbar. Gegen Götz Alys “Volksstaat” und den unsäglichen “willigen Vollstreckern” Daniel Goldhagens setzt der englische Wirtschaftshistoriker Adam Tooze nun die These vom “populären Militarismus”. Dass die Deutschen so willig Hitler in den Abgrund folgten, lag an der Begeisterung für das Symbol, das die Wehrmacht als nationales Prestigeobjekt darstellte. Tooze spricht freilich von einem “Friedensmilitarismus”. Man könne sich ja auch an einem Sportwagen erfreuen, ohne ständig 300 Km/h damit fahren zu müssen. Dachten die Volksgenossen, bis der Führer sie an die Wand fuhr.
Ein Interview mit Tooze findet sich hier. Freilich ist es wohl so, dass der “populäre Militarismus” nur ein Nebenaspekt seiner Forschungsarbeit ist. Tooze untersuchte die Handelsbilanz des 3. Reiches und die sich für die Herrschenden daraus ergebenden Handlungskonsequenzen. Sprich Massenmord.
Nachtrag: Hier ein pointierteres Gespräch mit Tooze.

Wider das Schwarz und Weiß

Dienstag, 19. Juni 2007

Einige interessante Artikel zum Thema Weltkrieg: Der hier beschäftigt sich mit dem Bombenkrieg und hier geht es um ein polnisches Tabu - Polen in der Wehrmacht. Auch noch: Moskau im Jahre 1937.

Neulich auf Xing

Montag, 18. Juni 2007

In einem Forum suchte ein Kunstagent jemanden, der sich mit dem Erstellen von Biografien auskennt. Es gebe einen bekannten deutschen Maler, dessen Biografie geschrieben werden solle. Darüber hinaus möge der Biograf doch auch beste Kontakte zu großen Verlagen haben. Als der Moderator das Forums darauf hinwies, dass es nun nicht gerade von großer Seriosität und Realismus künde, wenn man ein Buch im Auftrag nicht nur schreiben sondern auch verkaufen müsse, um überhaupt an ein Honorar zu kommen, hat der Agent flugs seinen Beitrag gelöscht. Schade, mich hätt´s schon interessiert, wessen Pinselvita da zur Exposition stand. Aber nun, Immendorff ist leider kürzlich gestorben, Dürer schon vor einer Weile. Mir fällt als Kunstbanause nur Neo Rauch ein - aber der wird wohl kaum bei xing suchen…

Kommt bald der Biografieroboter?

Donnerstag, 14. Juni 2007

Habe eine Anfrage von einem Studenten erhalten, der als Diplomarbeit eine Software entwickeln will, mit der man seine eigene Biografie erstellen können soll. Dazu will er mich befragen. Kann er auch, aber ich hab da schon meine Zweifel, wie das funktionieren soll. Man könnte die berühmten Standardfragen zur Autobiografien versuchen, strukturiert einzubauen etc.. Aber die meisten Menschen müssen und wollen erzählen, was ihnen in ihrem Leben passiert ist. Schreiben liegt eben nicht jedem. Wer seine Biografie selbst zu Papier bringt, ist vielleicht froh um einen Leitfaden. Nur: den Traum, dass dereinst Maschinen unsere Geschichten schreiben, sollte man vergessen.
Das Programm “Weltbestseller 1.0″ würde ich allenfalls auf Provisionsbasis nutzen…

Messeregion Stuttgart

Mittwoch, 13. Juni 2007

Nun bin ich mal ein bisschen fremdgegangen beim Thema Biografie und habe das Portal www.messeregion-stuttgart.de aus der Taufe gehoben. Gemeinsam mit meiner Werbeagentur entstand das inhaltliche Konzept, den redaktionellen Part übernehme ich. Ist durchaus erholsam und abwechslungsreich, etwas “Nichtbiografisches” zu schreiben. Da wird der Journalist in mir wieder wach. Insofern ist es ja auch autobiografisch. . .